Dienstag, 4. Juli 2017

Sonntag, 2.Juli 2017 -Vilafranca de Xira

Gestern bzw. Heute war es ziemlich spät, ehe wir ins Bett kamen. Deshalb frühstückten wir in aller Ruhe in der Bar. Es war soviel los am Tisch, dass wir keinen Platz fanden. Dann schnell gepackt, uns verabschiedetet, zur Metro Rossio gelaufen und bis Oriente gefahren. Dort kauften wir ein Ticket bis Povoa. Wir fanden auch gleich den Weg und wanderten alsbald durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet am Ufer des Tejo. Eine ganze Zeit lang ging es über Holzstege durch das Schilf. Ab und an gab's dann Aussichtspunkte. Ein Angler hatte einen riesigen Fisch gefangen (Corvina).In Alverca angekommen, gingen wir erst mal in den Pingo doce ein Eis essen und unsere Wasserreserven auffüllen. Dann mussten wir sehr lange eine nervige Landstraße entlang tippeln und hatten das große Glück, nicht überfahren zu werden. An einem Zementwerk vorbei, gabelte ich wieder mal einen Hund auf, der eine ganze Zeit neben mir herlief. Am Tejo entlang liefen wir 4Kilometer bis Vila Franca de Xira. Dort war die ganze Stadt in Festtagsstimmung, denn es wurde der letzte Tag der Fiesta gefeiert. Wir fanden in der Pension Ribatejano freundliche Aufnahme. Wir bekamen das Liebeszimmer (Bettdecke voller Herzen) und viele Informationen und Ratschläge. Außerdem wurde unsere Wäsche gewaschen und wir durften wir uns einen Chai Latte machen, was eine Wohltat war. Nachdem wir uns frischgemacht hatten, stürzten wir uns ins Getümmel. Wir liefen bis zur Stierkampfarena und dann zurück in das Zentrum und durften noch kurz ins Museum, dort ab es eine Ausstellung zu Victor Mendez, einem Torero.  Die besiegten Bullen mit Gewichtsangabe waren ebenso ausgestellt wie die kostbar bestickten Anzüge. Auf den  Marktstraßen gab es allerhand Leckeres. Wir kauften uns zwei Sangria und eine Bifana (wie ein Burger, mit Fleischscheiben, gegrillt oder gekocht, 2€) und einen Couratos (Burger mit Schwarte). Es war ganz lecker . Außerdem taten wir damit noch was gutes. Denn eine Behindertenwerkstatt betrieb den Stand. Wir unterhielten uns mehr schlecht als recht mit ihnen. Im zweiten Haus gab es Basteleien zu besichtigen und kaufen. Außerdem konnte man gegen einen Obulus ein Glücksrad drehen, was Jacqui dann auch tat. Sie gewann eine aus Stoff gefertigte Sardine mit dem grünen Hut des Campinos, des Reiters beim Stierkampf.  Das Wahrzeichen der Stadt. In einer Nebenstraße war eine Bühne, auf der Flamenco getanzt wurde und auf der Hauptbühne bewunderten wir noch ein Konzert. Als wir gegen 23.30 Uhr nach Hause wollten, teilte uns unser Wirt mit, dass noch Feuerwerk um Mitternacht sei. Das mussten wir natürlich auch noch mitnehmen. Und so stiefelten wir die Bahntreppen wieder hoch und runter. Man muss nämlich stets die Gleise überqueren, da die Stadt in der Mitte durch die Zugtrasse geteilt ist. Das Feuerwerk war spitze, aber nun sind wir doch erst 1.21 Uhr ins Bett gekommen. Hoffentlich halten wir morgen durch.

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